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Selbstauskunft für Vermieter oft Nebensache

Teils aus Unwissenheit, teils aus aber auch trotz guter Vorsätze verzichten immer noch viele Vermieter auf eine Selbstauskunft.

Dass das ein Fehler sein kann, muss hier wohl nicht weiter thematisiert werden, ist doch die Selbstauskunft eines der wenigen Möglichkeiten die ein Vermieter hat, um die Informationsdifferenz zwischen Vermieter und Mieter zumindest in Ansätzen auszugleichen. Man spricht bei diesem Sachverhalt von einer sogenannten Informationsasymetrie.

Eine Folge dieses Phänomens bzw das Phänomen selbst  kann mit der Principal-Agent-Theorie analysiert werden. Dieser Terminus ist uns im Rahmen der Finanzkrise immer wieder zu Ohren gekommen und taucht in der Inivestitionsökonomik in den unterschiedlichsten Fasssette auf.

Er beschreibt dort den Zusammenhang zwischen Prinzipal und Agenten. Der Prinzipal, hier der Vermieter, und der Agent, hier der Mieter, haben unterschiedliche Informationen.
Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, diese Informationsasymmetrie und Informationshürde zu überwinden. Die eine ist Screeningdie andere ist Signaling. Bei Ersterer versucht der Prinzipal, hier der Vermieter die Gegenpartei, also den Mieter möglichst gut zu untersuchen. Beim Signaling hingegen, sendet der Agent dem Prinzipal ein Signal, bspw indem freiwillige Zahlungsnachweise erbracht oder eine Kaution hinterlegt wird.

Die Selbstauskunft ist ein Mittel das Screening, also das Untersuchen des Mieters hinsichtlich seiner Solvenz erleichtern soll, dient aber auch dem Miete ein Signal über sich selbst zu senden und so einen Schritt näher zu seiner oder Ihren neuen Wohnung zu machen.